Urteile & Ratgeber
Darf ich ChatGPT für meinen Rechtsstreit nutzen?
Die ehrliche Antwort: kommt darauf an. Ein Blick auf die Allerweltsfälle, in denen KI wirklich hilft, die Grenze, an der es gefährlich wird – und einen aktuellen Fall aus Leipzig, der zeigt, warum „es hat funktioniert" die falsche Messlatte ist.
Klammheimlich verdoppelt: Wie die Verjährung im Bußgeldverfahren von drei auf sechs Monate verlängert wurde – und warum das niemandem nützt außer den Bußgeldstellen
Zum 1. Juli 2026 wurde die Verfolgungsverjährung für Verkehrsordnungswidrigkeiten von drei auf sechs Monate verlängert – versteckt in einem umfangreichen Gesetz zum digitalen Führerschein. Was sich konkret ändert, warum die Verjährung schon bisher selten half und was Betroffene jetzt tun sollten.
Wenn KI erfindet – und dabei völlig überzeugt klingt
Halluzinationen, Datenschutz und Haftung: die drei unterschätzten Risiken beim Einsatz von KI im Recht. Warum ein erfundenes Urteil so überzeugt klingt, wer am Ende geradesteht – und warum ein Teil des Anwaltshonorars in Wahrheit ein Haftungspreis ist.
Abrechnung auf Neuwagenbasis: Warum ein Jahr Standzeit den Neupreis kostet (OLG Saarbrücken, 3 U 43/25)
OLG Saarbrücken, 3 U 43/25: Ein Fahrzeug mit über zwölf Monaten Standzeit vor der Erstzulassung ist trotz frischer Zulassung und unter 1.000 km kein Neuwagen mehr.
Steinwurf auf einen Radfahrer: Wann ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorliegt – und wann nicht (BGH 4 StR 526/25)
BGH, 4 StR 526/25: Ein Steinwurf auf einen Radfahrer ist nicht ohne Weiteres ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Die Gefahr muss aus der Verkehrsdynamik stammen.
Linksabbieger-Unfall: Wartepflicht bis zum Ende der Kreuzung – LG Stuttgart hebt Quote von 30 auf 80 Prozent
LG Stuttgart, 13 S 61/25: Die Wartepflicht des Linksabbiegers endet erst mit dem Verlassen der Kreuzung. Das Berufungsgericht korrigiert die Haftungsquote auf 80 Prozent.
Dichtes Auffahren als Nötigung? Warum das OLG Hamm hohe Hürden setzt (2 ORs 13/26)
OLG Hamm, 2 ORs 13/26: Dichtes Auffahren ist nicht automatisch Nötigung. Das Gericht verlangt genaue Feststellungen zu Bedrohung, Nötigung und Fahrverbot.
Regress gegen den Kfz-Sachverständigen: Preisvereinbarung schützt vor dem Rückgriff des Versicherers (AG Fürth, 360 C 104/26)
AG Fürth, 360 C 104/26: Eine Preisvereinbarung zwischen Geschädigtem und Kfz-Sachverständigem schützt den Gutachter vor dem Regress des Haftpflichtversicherers.
Wer fragt, bekommt eine Antwort. Wer richtig fragt, bekommt die richtige.
Prompting für Rechtsfragen klingt nach einer erlernbaren Technik. Es ist eine – aber nur für diejenigen, die schon wissen, was sie fragen müssen. Über den Dunning-Kruger-Effekt im Recht, die Sachverhaltsquetsche und zwei Prompts, die unterschiedlicher nicht hätten ausgehen können.
Rotlichtverstoß trotz grüner Ampel: Wann die überfahrene Haltelinie zur Falle wird (BayObLG 201 ObOWi 407/25)
BayObLG, 201 ObOWi 407/25: Wer bei Grün die Haltelinie überfährt, hinter der Ampel hält und erst später losfährt, kann einen Rotlichtverstoß begehen.
Umgefallener E-Scooter beschädigt geparktes Auto: keine Halterhaftung (KG Berlin 25 U 95/25)
KG Berlin, 25 U 95/25: E-Scooter sind von der Gefährdungshaftung des § 7 StVG ausgenommen. Wird ein geparktes Auto beschädigt, trägt der Geschädigte die Beweislast.
Atemalkohol-Bußgeld: Warum der Mittelwert ins Urteil gehört (OLG Braunschweig 1 ORbs 5/26)
OLG Braunschweig, 1 ORbs 5/26: Bei einer Verurteilung wegen Atemalkohol muss der Mittelwert der Messung im Urteil stehen – und die Schonfrist des § 25 Abs. 2a StVG ist geschützt.
Quotenvorrecht für Leasingnehmer: Selbstbeteiligung und Gutachterkosten trotz Mithaftung (OLG Stuttgart 6 U 139/25)
OLG Stuttgart, 6 U 139/25: Der Leasingnehmer erhält Selbstbeteiligung, Abschlepp- und Gutachterkosten trotz Mithaftungsquote in voller Höhe – das Quotenvorrecht macht es möglich.
Sekundenschlaf am Steuer: Wann der Führerschein vorläufig weg ist (LG Osnabrück 10 Qs 14/26)
LG Osnabrück, 10 Qs 14/26: Wer nach einem Unfall einräumt, kurz eingenickt zu sein, riskiert die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis – auch bei beruflicher Angewiesenheit.
Bußgeldurteil aufgehoben: Welche Angaben zur Geschwindigkeitsmessung fehlen dürfen (OLG Naumburg 1 ORbs 133/25)
OLG Naumburg, 1 ORbs 133/25: Ein Bußgeldurteil über 480 € und Fahrverbot wird aufgehoben, weil Angaben zu Toleranzabzug, Eichung und Messung fehlten.
80 Prozent richtig – und trotzdem falsch gelegen
Ein Mandant hatte sich mithilfe von ChatGPT selbst beraten – mit Paragraphen, Urteilen und überzeugender Argumentation. Alles stimmte. Und doch war die gesamte rechtliche Einschätzung falsch. Was das über KI in der Rechtsberatung verrät.
Mietwagenkosten nach Unfall: Kleineres Auto, geringere Erstattung (BGH VI ZR 67/25)
BGH VI ZR 67/25: Wer nach dem Unfall ein klassenniedrigeres Auto mietet, bekommt nur die Kosten für dieses Fahrzeug ersetzt – das Wirtschaftlichkeitsgebot gilt auch hier.
Wenn die Recherche zu früh aufhört – Halluzinationen als strukturelles KI-Problem
KI-Halluzinationen in Anwaltsschriftsätzen sind kein Kinderkrankheits-Effekt, der sich mit der nächsten Modellgeneration erledigt. Sie sind eine strukturelle Eigenschaft der Technik – und die gefährlichste Spielart ist nicht die erfundene Quelle, sondern die Recherche, die beim ersten Treffer stehenbleibt.
Schmerzensgeld nach schwerem Motorradunfall: Wie die Höhe bemessen wird (OLG Schleswig 7 U 43/25)
OLG Schleswig-Holstein, 7 U 43/25: 95.000 € Schmerzensgeld nach schwerem Motorradunfall. Wie Gerichte die Höhe bemessen – und warum die Quote der Versicherung scheiterte.
Werkstattrisiko und Nutzungsausfall nach dem Unfall: OLG Bamberg stärkt Geschädigte (5 U 80/23)
OLG Bamberg, 5 U 80/23: Werkstattrisiko trägt der Schädiger auch bei unbezahlter Rechnung; Nutzungsausfall bleibt trotz Lieferverzug und fremder Hilfe bestehen.
Halbe Vorfahrt: Wann die Betriebsgefahr des Bevorrechtigten zurücktritt (OLG Saarbrücken 3 U 47/25)
OLG Saarbrücken, 3 U 47/25: Bei einem Vorfahrtsverstoß bleibt es bei der Alleinhaftung – die Betriebsgefahr des Vorfahrtberechtigten zählt nur bei eigenem Verstoß.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG): Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und verpflichtet erstmals auch private Unternehmen. Websites, Online-Shops und Apps müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Wer betroffen ist, was konkret zu tun ist – und wie real die Gefahr einer Abmahnung tatsächlich ist.
Haushaltsführungsschaden: BGH bremst überzogene Anforderungen an den Vortrag (VI ZR 24/25)
BGH, VI ZR 24/25: Beim Haushaltsführungs- und Mehrbedarfsschaden dürfen Gerichte den Vortrag des Verletzten nicht überspannen – eine minutengenaue Auflistung ist nicht nötig.
Privater „Strafzettel" vom Parkplatzbetreiber: Was dahintersteckt und wie Sie reagieren
Ein Brief von Parkwatcher, Park Control, ParkDepot oder einem ähnlichen Unternehmen im Briefkasten – Forderung zwischen 30 und 130 Euro. Viele zahlen, ohne zu prüfen, ob sie überhaupt müssen. Was hinter diesen Schreiben steckt, wann eine Forderung berechtigt ist – und wie man richtig reagiert.
Schimmel in der Mietwohnung: Rechte, Beweislast und das richtige Vorgehen
Schimmel in der Wohnung führt regelmäßig zu Streit zwischen Mieter und Vermieter. Für den Ausgang ist entscheidend, wer die Ursache zu vertreten hat und wer das im Zweifel beweisen muss. Beides ist rechtlich klarer geregelt, als viele Mieter annehmen.
Alkohol beim Unfallopfer: Mindert das die Strafe des Unfallverursachers? (BayObLG 206 StRR 105/26)
BayObLG, 206 StRR 105/26: Die bloße Alkoholisierung eines getöteten Unfallopfers mindert die Strafe des Verursachers nicht – entscheidend ist die Auswirkung auf den Unfall.
Akteneinsicht in Rohmessdaten beim Blitzer – LG Hildesheim stärkt Betroffene (26 Qs 1/26)
LG Hildesheim, 26 Qs 1/26: Auch beim standardisierten Messverfahren besteht ein Recht auf Einsicht in Rohmessdaten und Falldatei. Was das für Bußgeldverfahren bedeutet.
BGH-Urteil zur Mietwagen-Rückkehrpflicht: Uber X muss nach jeder Fahrt zurück zum Betriebssitz
BGH I ZR 123/25 vom 03.06.2026: Rückkehrpflicht für Uber-Mietwagen nach PBefG bestätigt – kein EU-Recht anwendbar. Was bedeutet das für den Straßenverkehr?
Dashcam als Beweismittel nach Verkehrsunfall – Urteil LG Frankenthal (5 O 4/25)
LG Frankenthal, 5 O 4/25: Dashcam-Aufnahmen sind nach einem Verkehrsunfall als Beweismittel verwertbar, wenn das Beweisinteresse überwiegt. Was das für Sie heißt.
Nutzungsausfall beim Liebhaberfahrzeug: Kein Ersatz, wenn ein Firmenwagen bereitsteht (LG Hamburg)
LG Hamburg, 308 O 98/24: Kein Nutzungsausfall fürs Liebhaberauto, wenn ein Firmenwagen privat nutzbar ist. Was das für Ihre Unfallregulierung bedeutet.
Geschwindigkeitsmessung mit Lasermessgerät: Freispruch wegen Messfehler beim LTI 20/20
AG Biberach (10 OWi 520 Js 2942/25 jug.): Freispruch bei Lasermessung mit dem LTI 20/20 – ein Sachverständigengutachten kann die Messung kippen.
Schlagloch-Unfall auf maroder Kreisstraße: Kein Schadensersatz trotz Behördenverschulden – warum Eigenverantwortung zählt
Das LG Landau (Pfalz) hat einem E-Bike-Fahrer Schadensersatz verweigert, obwohl das Land seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hatte. Der Grund: Der Fahrer hatte selbst nicht auf die Fahrbahn geachtet. Was das für Unfallopfer bedeutet.
Fahrverbot trotz Regelfall: OLG Düsseldorf bestätigt Absehen bei langer Verfahrensdauer und Härtefall
OLG Düsseldorf (IV-2 ORbs 146/25): Nach 21 Monaten Verfahrensverzögerung kann das Fahrverbot bei schwerbehindertem Senior entfallen – erhöhte Geldbuße genügt.
Mithaftung durch irreführendes Blinken: OLG Brandenburg legt Quote bei 1/3 fest
OLG Brandenburg 12 U 20/25: Wer beim Geradeausfahren versehentlich blinkt, haftet zu 1/3 mit – Wartepflichtiger darf nicht blind vertrauen.
Cannabis am Steuer trotz Rezept: OLG Hamm stärkt Medikamentenklausel auch bei Online-Verschreibung
OLG Hamm, Beschl. v. 28.04.2026 – 5 ORbs 87/26: Medizinal-Cannabis- Verordnung ohne persönlichen Arztkontakt schließt § 24a Abs. 4 StVG nicht aus.
Fahrtenbuchauflage schon bei 22 % Geschwindigkeitsüberschreitung – OVG Saarland bestätigt 9 Monate
OVG Saarland (1 B 32/26): Fahrtenbuch für 9 Monate auch bei nur 1-Punkt- Geschwindigkeitsverstoß zulässig. Zeugnisverweigerung kann zur Anordnung führen.
Voreilige Feststellungsklage nach Verkehrsunfall – wer zu früh klagt, zahlt selbst (OLG Schleswig)
OLG Schleswig 7 W 20/25: Wer nach einem Verkehrsunfall Feststellungsklage erhebt, bevor die Versicherung in Ruhe prüfen konnte, trägt die Prozesskosten allein.
Bus überholt – Motorradfahrer kommt entgegen: Autofahrer haftet allein (OLG Hamm)
OLG Hamm 7 U 58/24: Wer einen haltenden Linienbus links überholt und dabei mit entgegenkommendem Motorrad kollidiert, haftet voll. Betriebsgefahr tritt zurück.
Trunkenheitsfahrt mit dem E-Scooter: Keine isolierte Fahrerlaubnissperre? AG Hamburg-St. Georg widerlegt Regelvermutung
AG Hamburg-St. Georg, 951 Cs 7/25: Keine isolierte Sperrfrist nach Trunkenheitsfahrt mit E-Roller – Regelvermutung des § 69 Abs. 2 Nr. 2 StGB widerlegt.
Rotlichtverstoß auf Bus-Sonderfahrstreifen? Pkw-Fahrer profitieren von BayObLG-Beschluss
BayObLG 201 ObOWi 47/26: Busampeln auf Sonderfahrstreifen gelten nicht für Pkw. Keine Rotlichtverstoß-Sanktion ohne allgemeine Lichtzeichenregelung.
Bußgeldverfahren wegen Verfolgungsverjährung eingestellt – und Sie bleiben auf den Anwaltskosten sitzen? LG Düsseldorf 61 Qs 34/26
LG Düsseldorf, Beschluss vom 22.04.2026 – 61 Qs 34/26: Verjährungseinstellung im Bußgeldverfahren, aber keine Erstattung der Anwaltskosten. Was das für Sie bedeutet.
Verschlechterungsverbot und isolierte Sperrfrist: BGH stärkt Rechte des Angeklagten in der Revision (4 StR 121/25)
BGH, Beschl. v. 18.12.2025 – 4 StR 121/25: Verschlechterungsverbot verhindert nachträgliche Fahrerlaubnisentziehung – isolierte Sperrfrist nach § 69a StGB bleibt aber bestehen.
Unfallflucht mit Carsharing-Auto: LG Berlin lässt Fahrerlaubnis trotz Unfallflucht – Schaden am Mietwagen kein Fremdschaden
LG Berlin I (502 Qs 6/26): Schaden am Carsharing-Fahrzeug ist kein Fremdschaden iSd § 69 StGB. Fahrerlaubnisentzug nach Unfallflucht entfällt – Praxisfolgen.
Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr: BGH bestätigt Verurteilung bei Zufahren auf Polizeisperre mit 100 km/h
BGH 4 StR 634/25: Wer mit 100 km/h auf einen Polizeibeamten an einer Sperre zufährt, begeht einen gefährlichen Eingriff nach § 315b StGB. Hohe Strafen drohen.
Isolierte Sperrfrist: OLG Hamm verlangt tragfähige Einzelfallbegründung
OLG Hamm, Beschl. v. 24.02.2026 – III-2 ORs 4/26: Eine isolierte Sperrfrist nach § 69a StGB darf nur mit konkreter Einzelfallbegründung verhängt werden.
Hinterbliebenengeld für Enkel nach Verkehrsunfall: Strenge Anforderungen an die besondere Nähebeziehung
OLG Schleswig 7 U 81/25: Enkel haben nach Verkehrsunfalltod der Großeltern nicht automatisch Anspruch auf Hinterbliebenengeld – nur bei gesteigerter Nähebeziehung.
Totalschaden: BGH stärkt Geschädigte – Wiederbeschaffungswert nach letzter mündlicher Verhandlung
BGH VI ZR 165/25: Bei fiktiver Abrechnung des Totalschadens ist der Wiederbeschaffungswert zum Zeitpunkt der letzten Tatsachenverhandlung maßgeblich – nicht der Ersatzbeschaffung.
Unfall auf der Autobahn: Wann darf man weiterfahren? – LG Darmstadt zur Pflichtenkollision (3 Qs 16/26)
LG Darmstadt 3 Qs 16/26: Wer nach einem Unfall auf der A3 weiterfährt, begeht nicht zwingend Fahrerflucht. Halteverbot kann § 142 StGB rechtfertigen.
E-Zigarette am Steuer: OLG Köln bestätigt Bußgeld für Tippen auf Touchdisplay
Das OLG Köln hat entschieden: Wer während der Fahrt auf das Display einer E-Zigarette tippt, verstößt gegen § 23 Abs. 1a StVO – Bußgeld 150 Euro, 1 Punkt in Flensburg.
Anerkenntnis der Haftpflichtversicherung: Wenn Ihr eigener Versicherer Ihre Schadensersatzansprüche zerstört
AG Passau (15 C 1242/25): Erkennt die eigene Kfz-Haftpflicht die Alleinhaftung an, kann das Ihre eigenen Schadensansprüche ausschließen. Was Sie wissen müssen.
Mitschuld trotz Rotlichtverstoß: OLG Frankfurt zur Haftungsquote bei Wendemanöver in der Kreuzung
OLG Frankfurt (10 U 213/22): Pkw-Fahrer trägt 1/5 Mitschuld nach Wendemanöver bei Gelb, obwohl Bus 22 Sekunden bei Rot in Kreuzung fuhr. Was bedeutet das?
Fahrspurwechsel und Unfall: Wenn der Blinker allein nicht reicht – OLG Hamm 2026
OLG Hamm I-7 U 4/25: Wer beim Fahrspurwechsel einen Unfall verursacht, haftet voll – auch mit Toter-Winkel-Assistent. Jetzt anwaltlich prüfen lassen.
Freie Reparatur heilt keinen unzumutbaren Werkstattverweis: BGH schützt Unfallgeschädigte
BGH VI ZR 405/24 stellt klar: Wer sein Fahrzeug trotz unzumutbarem Werkstattverweis in einer freien Werkstatt reparieren lässt, verzichtet nicht auf die höheren Stundenverrechnungssätze der Markenwerkstatt.
Fahrverbot ohne Geldbuße? BayObLG kippt Härtefall-Lösung des Amtsgerichts
BayObLG, Beschl. v. 11.12.2025 – 202 ObOWi 832/25: Ein bußgeldrechtliches Fahrverbot ohne Geldbuße ist unzulässig – auch bei wirtschaftlicher Härte.
Polizeiflucht und § 315d StGB: BayObLG zu Absicht und Geschwindigkeitsschätzung
BayObLG hebt Verurteilung wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens auf (Az. 202 StRR 96/25): Fluchtmotivation allein reicht nicht – und Geschwindigkeitsschätzungen müssen kritisch geprüft werden.
Fahrverbot wegen beharrlichem Verstoß: Gericht fordert subjektives Unrechtsbewusstsein
OLG Frankfurt (1 ORbs 256/25) stellt klar: Ein Fahrverbot wegen beharrlicher Pflichtverletzung setzt voraus, dass der Betroffene die Vortat und ihren Unrechtsgehalt voll bewusst wahrgenommen hat.
Zweitunfall schmälert Schadensersatz nicht: BGH stärkt Rechte von Unfallopfern bei fiktiver Abrechnung
BGH VI ZR 100/25 vom 31.03.2026: Zweiter Unfall mindert Ersatzanspruch für ersten Schaden nicht. Was Geschädigte bei fiktiver Schadensabrechnung jetzt wissen müssen.
Polizeibericht darf nicht einfach verlesen werden – OLG Braunschweig stärkt Betroffenenrechte im Bußgeldverfahren
OLG Braunschweig, 1 ORbs 122/25: Gericht hebt Bußgeldbescheid auf – Polizeibeamte müssen persönlich aussagen, Verlesung reicht nicht.
Cannabis und Führerschein: Hohe THC-Werte führen zur Entziehung – auch ohne sichtbare Ausfallerscheinungen
VGH Baden-Württemberg bestätigt: 38 ng/ml THC reichen für Führerscheinentzug – auch ohne Fahrausfälle. Az. 13 S 2074/25 vom 01.04.2026.
Trunkenheitsfahrt im Parkhaus: Auch kurze Fahrten können den Führerschein kosten
BayObLG, Az. 204 StRR 102/26: Parkhäuser gelten als öffentlicher Verkehrsraum – Trunkenheitsfahrt auch bei gesperrter Ausfahrt strafbar.
Fiktive Abrechnung nach Verkehrsunfall: BGH stärkt Rechte der Geschädigten beim Feststellungsinteresse
BGH VI ZR 25/24: Geschädigte dürfen nach fiktiver Abrechnung Feststellungsklage erheben – ohne Reparaturabsicht nachweisen zu müssen.
Prüffrist der Kfz-Versicherung nach Verkehrsunfall – Wann Sie klagen dürfen
OLG Saarbrücken, Az. 3 W 12/25: Versicherung muss nach Ablauf der Prüffrist zahlen – auch bei Auslandsunfall. Verzögerungstaktik geht zulasten des Versicherers.
Falschparker haftet bei Parkplatzunfall mit – AG München spricht 20 % Mithaftung aus
AG München, Az. 344 C 8946/25: Wer verkehrsbehindernd parkt, trägt Mitschuld, wenn das eigene Auto beschädigt wird. 20 % Mithaftung.
Fiktive Schadensabrechnung nach Verkehrsunfall: BGH stärkt Rechte der Geschädigten
BGH VI ZR 300/24 stärkt Unfallgeschädigte: Keine Pflicht zur Vorlage der Reparaturrechnung bei fiktiver Abrechnung – was Versicherungen dennoch tun.
Restwert beim Totalschaden: OLG Schleswig hält Sachverständigen für fehlerhafte Wertermittlung haftbar
OLG Schleswig, 7 U 67/25 vom 03.03.2026: Kfz-Gutachter muss 7.268 € zahlen – Restwert muss nach regionalen Marktangeboten ermittelt werden.
BGH-Urteil: Kein automatischer Schadensersatz bei Anhängerunfall – Gespannhalter müssen Verschulden beweisen
BGH VI ZR 155/25 vom 10.02.2026: Löst sich ein Anhänger und beschädigt das Zugfahrzeug, greift keine Gefährdungshaftung. Was Betroffene jetzt wissen müssen.
Nutzungsausfall trotz Zweitwagen? BGH schafft Klarheit für Unfallopfer
Das BGH-Urteil VI ZR 246/24 vom 07.10.2025 regelt, wann ein Zweitwagen den Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung ausschließt. Wir erklären, was das für Sie bedeutet.
Sachverständigenkosten nach Verkehrsunfall: Versicherung darf BVSK-Honorar und Fahrtkosten nicht kürzen
LG Saarbrücken, 13 S 35/23: Volle Erstattung der Sachverständigenkosten nach BVSK – Versicherung muss Fahrtkosten und Nebenkosten zahlen.
Verkehrsunfall: Was tun in den ersten 24 Stunden?
Nach einem Unfall sind viele Menschen überfordert. Wir erklären, welche Schritte unmittelbar nach einem Verkehrsunfall wichtig sind, um Ihre Ansprüche zu sichern.
Claudia Ostarek verstärkt unser Team – Fachanwältin für Sozialrecht
Wir freuen uns, Claudia Ostarek als neue Fachanwältin für Sozialrecht und Versicherungsrecht in unserem Team begrüßen zu dürfen.
Kanzlei Koch, Schatz & Kollegen – Neuer Name, bewährte Leistung
Mit dem Jahr 2025 haben wir unsere Kanzlei unter neuem Namen und mit erweitertem Team neu aufgestellt. Lesen Sie mehr über unsere Entwicklung und was das für Sie als Mandant bedeutet.
